Glyphosat-Alarm

Unkrautvernichter stehen im Verdacht Krebs zu erzeugen

Korbach. Die "Bürgerinitiative lebenswertes Korbach" fordert die Stadtverwaltung auf, den Einsatz von Spritzmitteln, welche Glyphosat enthalten, einzustellen.

"Bisher lässt Bauhofleiter Friedhelm Schmidt glyphosathaltige Unkrautvernichtungsmittel von seinen Mitarbeitern ohne spezielle Schutzausrüstung wie Handschuhe, Atemschutz und Schutzanzug im öffentlichen Raum ausbringen", wirft die Bürgerinitiative in einer Stellungnahme der Stadt vor. Die Weltgesundheitsorganisation habe das Mittel als "wahrscheinlich krebserzeugend" eingestuft.

Studien und Datenlage sind aber noch nicht eindeutig geklärt. Vorsicht ist aber angebracht. Laut Bürgerinitiative habe der Landkreis reagiert und bereits auf Nachfrage erklärt, dass das Mittel auf allen kreiseigenen Liegenschaften, wie Schulen, nicht mehr eingesetzt werden darf.

"Der Mittelgebrauch sollte unverzüglich beendet werden", sagt BI Vorsitzender Harald Rücker.

Er weiß, daß verschiedene Bau- und Gartenmärkte glyphosathaltige Mittel nach Bekanntwerden der neuen Gefährdungseinstufung aus dem Sortiment genommen haben.

In einem Brief an den Magistrat fordert die Korbacher Bürgerinitiative, den Einsatz glyphosathaltiger Mittel unverzüglich und komplett einzustellen sowie noch vorhandene Mittel dem Sondermüll zuzuführen.

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