Feinstaub-Grenzwerte durchweg eingehalten

Von Wilhelm Figge

Waldeck-frankenberg. Die Feinstaubwerte im Kreis haben 2016 erstmals an jedem Tag des Jahres unter dem Grenzwert gelegen – sowohl an der Station Bad Arolsen als auch im Kellerwald. Bei den Messungen in Hemfurth gab es bereits 2008 keine Überschreitung, nahe der Residenzstadt zuletzt 2001 – da war indes noch mehr „PM10“ genannter Feinstaub erlaubt.

Eine Grenzwertüberschreitung liegt vor, wenn 35-mal im Jahr über 24 Stunden mindestens 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft gemessen werden. Seit fünf Jahren ist das in Hessen nicht mehr passiert.

Nicht nur sind extreme Ausschläge nach oben ausgeblieben, laut der vorläufigen Werte des Hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) sinkt auch die durchschnittliche Konzentration weiter: In Bad Arolsen auf einen Tiefstwert von 13,4 Mikrogramm pro Kubikmeter (2015: 14,4; im Jahr 2006 noch 18), im Kellerwald auf elf (2015: 13; im Jahr 2006 16).

„Die Überschreitungszahlen für Feinstaub PM10 sind seit mehreren Jahren in ganz Hessen rückläufig“, erklärt Dr. Angelika Broll vom HLNUG. 2016 habe es zudem wenige „austauscharme Wetterlagen“ gegeben: Dazu zählen etwa lange Trockenheit, zu wenig Wind und Bodeninversion.

„Die Standorte der Stationen sind so gewählt, dass sie repräsentativ für einen möglichst großen Umkreis sind“, erläutert Angelika Broll. Das habe aber seine Grenzen: Werte aus Arolsen seien auf Korbach nicht übertragbar. Zur Beurteilung der Lage in der Hansestadt zieht sie den vergleichbaren Standort Bebra heran: Dort gab es zwei Überschreitungen des Tagesgrenzwertes, die PM10-Konzentration lag bei 17,4 Mikrogramm pro Kubikmeter. „Da dieser Wert deutlich unterhalb des Grenzwertes liegt, kann man davon ausgehen, dass in Korbach die Grenzwerte nicht überschritten werden“, sagt Angelika Broll.

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